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Einfache Kurzgeschichten auf Englisch: Die besten 18 Stories auf einen Blick

Hast du jemals versucht ohne Training einen Marathon zu laufen?

Ich hoffe nicht. Denn du könntest dir eine Muskelzerrung zuziehen.

Du musst klein anfangen, um so etwas Großes später schaffen zu können.

Was das Sprachenlernen betrifft funktioniert das auf eine ganz ähnliche Weise. Du fängst mit einfachen Kurzgeschichten auf Englisch an, um später weitere, anspruchsvollere Texte lesen zu können.

Und weißt du was? Auch “Große Ideen” kannst du aus einem einfacheren, kürzeren Text problemlos herauslesen!

Du musst nicht Jahre lang warten, um dich mit komplexen Konzepten auf Englisch beschäftigen zu können.

Nur weil du eine Sprache gerade erst lernst, heißt es noch lange nicht, dass du dein Denken einschränken musst.

Geschichten und Kurzgeschichten sind kleine Reisen, die dich über die Realität hinausführen. Es ist also kein Wunder, dass sie dich komplexe Themen mit nur ein wenig Übung auch auf Englisch verstehen lassen können.

Aber es funktioniert umso besser, wenn du auch bessere Geschichten liest.

Ich spreche von preisgekrönten Kurzgeschichten, die auf einfachem Englisch geschrieben sind, so dass vor allem auch Sprachanfänger sie mühelos verstehen können. Diese helfen dir nicht nur dabei dein Leseverstehen auf Englisch zu verbessern, sondern zeigen dir auch, wie du deinen Geist erweiterst und neue Welten entdecken kannst.

Warum einfache Kurzgeschichten am besten sind, um Englisch zu lernen 

  • Du bekommst mehr Zeit, um dich auf einzelne Wörter zu konzentrieren. Wenn ein Text oder eine Geschichte kurz ist, kannst du mehr Zeit damit verbringen zu verstehen, wie jedes einzelne Wort verwendet wird und welche Bedeutung es in der Geschichte einnimmt.
  • Du kannst eine ganze Geschichte auf einmal lesen. Aufmerksam sein zu können ist für das Lernen sehr wichtig. Die Möglichkeit, eine Geschichte schneller zu Ende lesen zu können gibt dir mehr Zeit, sie zu verdauen. Einfache Kurzgeschichten auf Englisch sind so aufgebaut, dass du so viele Informationen wie möglich bekommst, ohne dass du überfordert wirst.
  • Einfachere Kurzgeschichten helfen dir dabei beim Englischlernen konsequent zu bleiben. Es ist viel einfacher jeden Tag eine kurze Geschichte, als einen langen Roman zu lesen, bei dem scheinbar kein Ende in Sicht ist.
  • Du kannst Kurzgeschichten ganz leicht in Gruppen teilen. Da Kurzgeschichten ganz leicht auf einmal verschlungen werden können, sind sie für Lesezirkel und Lerngruppen mehr als ideal. Diese Art von Gruppen funktionieren oft nämlich nicht wirklich, da die Mitglieder gar keine Zeit zum Lesen haben. Kurzgeschichten sind in dem Fall die perfekte Lösung.
  • Du kannst dich besser auf Konzepte der englischen Sprache konzentrieren. In einer Sprache geht es nicht so sehr um einzelne Wörter, sondern um die Bedeutung hinter ihnen. Wenn du ständig Zeit damit verbringst Wortschatz und Grammatik zu lernen, wirst du nie dazu in der Lage sein eine Sprache fließend zu beherrschen. Wie denn auch? Wenn du nichts hast, worüber du reden kannst. Diese einfachen Kurzgeschichten auf Englisch hier geben dir die Möglichkeit komplexe Themen leicht durch einen simplen Kontext zu erfassen und von anfang an zu verstehen.

18 Einfache Kurzgeschichten auf Englisch

1. “The Bogey Beast” von Flora Annie Steel

Leseniveau: Sehr einfach

Eine Frau findet einen Topf voller Gold auf der Straße, während sie von der Arbeit nach Hause kommt. Von ihrem Glück erfreut, entschließt sie sich dazu, ihn zu behalten. Auf dem Weg nach Hause fällt ihr aber auf, dass der Topf sich konstant zu verändern scheint. Doch selbst diese Tatsache kann ihre Begeisterung nicht trüben.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Die alte Frau in dieser Geschichte ist eine der fröhlichsten Charaktere, die man in englischsprachiger Belletristik finden kann. Ihre positive Persönlichkeit hilft ihr dabei jegliche Arten von Unglüwck als eine Art Geschenk zu betrachten. Sie hilft uns Lesern dabei, Glück als etwas zu sehen, das vielmehr von der eigenen Einstellung abhängt und gar nicht so viel mit Ereignissen zu tun hat.

2. “The Tale of Johnny Town-Mouse” von Beatrix Potter

Englischniveau: Sehr einfach

Timmie Willie ist ein Mäuserich aus einer ländlichen Gegend und wird aus Versehen in einem Gemüsekorb in eine Stadt transportiert. Als er aufwacht, findet er sich auf einer Party wieder und schließt dort ungeahnt eine Freundschaft. Als er das Stadtleben jedoch nicht mehr ertragen kann, beschließt er zurück nach Hause zu gehen und seinen neuen Freund mit ins Dorf zu nehmen. Sobald sein Freund ihn besucht, geschieht aber etwas sehr ähnliches.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Menschen haben die meiste Zeit über ohne Städte und Dörfer überlebt. Das bedeutet, dass sowohl das Dorf- als auch Stadtleben eigentlich jüngste Erfindungen sind, die von uns Menschen ins Leben gerufen worden. Und genau wie bei allen anderen Erfindungen, müssen wir auch hier den Preis, den wir für eine Entscheidung bezahlen müssen, vorsichtig abwägen.

Die Geschichte hier dreht sich genau um dieses Dilemma zwischen unterschiedlichen Entscheidungen. Sie ist auf kleine Abschnitte unterteilt und beinhaltet Illustrationen für jede Szene. Diese einfache Kurzgeschichte eignet sich am besten für Englischanfänger, die sofort mit dem Lesen beginnen möchten.

3. “The Night Train at Deoli” von Ruskin Bond

Englischniveau: Einfach

Ruskin Bond verbrachte seine Sommer im Hause seiner Großmutter in Dehradun. Während er den Zug dahin nahm, fuhr dieser immer wieder durch eine kleine, mysteriöse Haltestelle namens Deoli. Es stieg jedoch niemand jemals aus und es passierte dort auch nie etwas. Bis Bond eines Tages eine Fruchtverkäuferin dort sieht und nicht mehr in der Lage ist, sie zu vergessen.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Ruskin Bond ist ein Autor, der er schafft innige Gefühle durch seinen klaren und simplen Schreibstil gut rüber zu bringen. Diese Kurzgeschichte handelt von unserer Verbundenheit zu fremden Menschen und warum wir lernen sie wertzuschätzen, obwohl wir sie vielleicht niemals wieder sehen.

4. “There Will Come Soft Rains” von Ray Bradbury

Englischniveau: Einfach

Die Erde ist durch den Krieg zerstört und es lebt niemand lebt auf ihr. Die Roboter und Maschinen existieren jedoch noch und bedienen Menschen, die bereits vor langer Zeit gestorben sind.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Der Titel wurde aus einem Gedicht übernommen, welches beschreibt wie die Natur ihre Arbeit fortsetzt, selbst nachdem die Menschheit schon lange verschwunden ist. In dieser Geschichte sehen wir jedoch, wie die Natur eine unterstützende Nebenrolle spielt und wie die Maschinen diejenigen sind, die ihren Platz eingenommen hat.

Sie setzen ihre Arbeit ohne die Menschen und ohne jegliche natürliche Unterstützung von Außen fort. Dies zeigt, wie die Technologie die Natur in unserem Leben ersetzt hat und wie sie das Leben sowohl zerstören als auch ohne die Menschheit weiter existieren kann.

5. “Orientation” von Daniel Orozco

Englischniveau: Einfach

Dies ist eine humorvolle Geschichte, in dem der Erzähler einem neuen Angestellten die Regeln eines Büros beschreibt und es zu Klatsch und Tratsch über das Personal kommt.  Diese Kurzgeschichte ist sehr einfach zu lesen, da die Sätze kurz sind und keine schwierigen Wörter darin vorkommen. Viele Arbeitnehmer, die Englischlernen, werden diese Geschichte nachempfinden können, da sie die Absurditäten des modernen Bürolebens sehr treffend beschreibt.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Moderne Arbeitsplätze fühlen sich wie Theatersäle, in denen wir  nur so tun, als würden wir arbeiten statt tatsächlich zu arbeiten. Der Erzähler dieser Geschichte enthüllt diese Wahrheit, die sonst niemand jemals preisgeben würde. Er beschreibt die Sicht aus dem Bürofenster und erläutert auch intime Details aus jedermanns Lebens bis ins kleinste Detail—er erzählt etwas über den übergewichtigen Einzelgänger bis hin zum heimlichen Serienkiller.

Die Geschichte handelt von ungesagten Dingen und darüber wie Menschen im Büro Dinge über unser Privatleben insgeheim wissen, aber nicht darüber sprechen. Stattdessen werden diese Geheimnisse einfach in den Büroalltag mit hineingebracht. Etwa wie eine Topfpflanze, die zwar von allen gesehen wird, aber nicht unbedingt heraussticht.

Dem Erzähler gelingt dies, indem er die Details über den tragischen Todes der Frau eines Kollegen in einem banalen und unerschütterlichen Ton beschreibt, während er gleichzeitig über das Kopiergerät und dem Kühlschrank im Büro schreibt. Dieses absurde Gleichgewicht bewirkt, dass die Geschichte sowohl leicht verdaulich und tiefgründig zugleich gestaltet ist.

6. “Paper Menagerie” von Ken Liu

Englischniveau: Relativ leicht

Jacks Mutter ist dazu fähig, Tiere aus Papier zum Leben zu erwecken. Am Anfang liebt Jack diese und verbringt Stunden lang im Zimmer seiner Mutter, um sich mit ihnen zu beschäftigen. Als er aufwächst, hört er jedoch plötzlich auf mit seiner Mutter zu reden, da sie nicht dazu in der Lage ist, Englisch zu sprechen.

Als seine Mutter versucht durch ihre Kreationen mit ihm zu kommunizieren, bringt Jack die Tiere aus Papier um und sammelt sie in einer Box. Nach einem tragischen Verlust lernt er seine Mutter durch eine versteckte Nachricht letztendlich aber doch noch kennen und bemerkt, dass er diese am besten schon vor langer Zeit hätte lesen sollen.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Diese Erzählung ist zwar simpel geschrieben, behandelt aber dennoch komplexe Themen. Sie handelt davon, das Heimatland zu verlassen, um irgendwo anders ein besseres Leben zu finden.

Sie handelt auch über die Konflikte, die zwischen Familien entstehen, sobald unterschiedliche Kulturen und Sprachen aufeinander prallen. Die Spannung ist in dieser Kurzgeschichte dabei so stark, dass die Bindung zwischen der Mutter und ihrem Sohn zerstört wird. Und es gibt zum Schluss noch eine starke und bewegende Botschaft: Geliebte Menschen um sich herum zu haben ist keine Selbstverständlichkeit.

7. “The Missing Mail” von R.K. Narayan

Englischniveau: Ziemlich leicht

Thanappa ist der Postbote im Dorf, der gut mit Ramanujam und seiner Familie befreundet ist. Er erfährt eines Tages, dass eine Ehe zu Bruch gegangen ist und hilft Ramanujams Tochter dabei, sich mit einem neuen Partner zu verloben. Kurz vor der Hochzeit erhält Thanappa jedoch einen Brief, in dem es um ein tragisches Ereignis geht, welches Ramajunams Bruder heimgesucht hat. Thanappa entschließt sich in dem Moment dazu, den Brief nicht auszuliefern.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Trotz bester Absichten, kann unser Handeln unseren Liebsten oft mehr Schaden anrichten, als wir am Anfang vielleicht beabsichtigt haben. Diese Geschichte handelt von dem komplexen Spiel zwischen Beziehungen und Gefühlen, die in unseren sozialen Kreisen immer präsent sind, aber von uns oft nicht wahrgenommen werden.

Anmerkung: Diese Geschichte ist übrigens auch ein Teil einer Geschichtesammlung des Autors, die du hier auch im PDF-Format finden kannst.

8. “Harrison Bergeron” von Kurt Vonnegut, Jr

Englischniveau: Ziemlich einfach

Es ist das Jahr 2081 und alle Menschen wurden gewaltsam gleichgestellt. Um dieses Ziel zu erreichen, wirde jede ranghöhere Person auf irgend eine Art vom Staat benachteiligt.

Intelligente Menschen werden von verstörenden Geräuschen abgelenkt. Gute Tänzer müssen schwere Gewichte tragen, um nicht allzu gut zu tanzen. Attraktive Menschen tragen hässliche Masken, damit sie nicht besser als alle anderen aussehen. Nachdem aber eine Zeit vergangen ist, findet eines Tages eine Rebellion statt. Diese sorgt dafür, dass sich die Dinge von heute auf morgen schlagartig ändern.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Die Technologie ist angeblich immer dazu da, um uns Menschen besser zu machen. In diesem Geschichte wird jedoch klar, dass sie auch dazu verwendet werden kann, um uns zu benachteiligen. Der Autor zeigt, wie die gedankelose Verwendung eines einzigen Wertes, wie etwa die Gleichberechtigung, für mehr Nach- als Vorteile sorgen kann.

9. “The School” von Donald Barthelme

Englischniveau: Ziemlich einfach

Ein Lehrer erzählt die jüngsten Ereignisse, die auf dem Campus einer Schule stattgefunden haben. Es wird als erstes ein Garten erwähnt, in dem alle Bäume gestorben sind. Im Anschluss sterben allerdings noch viele weitere Dinge einen mysteriösen Tod.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Die meisten Erwachsenen wissen nicht, wie man mit dem Tod umgeht, obwohl sie ihren Kindern eigentlich gerne etwas darüber beibringen würden. Dies macht uns begreiflich, wie ineffizient unsere Bildungssysteme sind, da sie im Grunde nicht dabei behilflich sind, wenn es um die grundlegendsten Probleme des Lebens geht.

Am Ende verlieren die Schüler ihren Glauben an alles und die Erwachsenen müssen im Gegenzug eine “Show” abziehen, um zu erreichen, dass diese weniger Angst spüren. All dies zeigt die Unzulänglichkeit der Erwachsenen, was das Erklären und verstehen des Todes betrifft. Sie spielen ihren Kindern etwas vor. Was dazu führt, dass der Zyklus aus Missverständnissen und Vermeidung von wichtigen Lebensfragen dauerhaft fortgesetzt wird.

10. “Girl” von Jamaica Kincaid

Englischniveau: Ziemlich einfach

Eine Mutter erzählt ihrer Tochter, wie sie ihr Leben auf richtige Art und Weise zu leben hat. Ihre Tochter scheint dabei allerdings kein Mitspracherecht zu haben.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Diese Geschichte ist eigentlich keine echte Geschichte, da kein Plot (Handlung) vorhanden ist. “Girl” redet darüber wie zwei Mädchen beigebracht bekommen von klein auf an ein eingeschränktes Leben zu führen. Ihre Mutter weist sie dazu an, alle Hausarbeiten zu erledigen und lässt die Tochter im Glauben, dass dies ihr einziges Ziel im Leben sei.

Manchmal sagt ihr die andere Mutter, dass sie keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll, nicht mit Jungs reden soll und sich von Männern am besten fernhält. Auf der anderen Seite spielt sie jedoch darauf an, dass sie für hoch angesehne Bäckerjungen und andere taugliche Männer attraktiv sein muss, um ein gutes Leben führen zu können.

Diese Geschichte handelt von gegensätzlichen Vorstellungen und Werte, mit denen Mädchen aufwachsen.

11. “Rikki-Tikki-Tavi” von Rudyard Kipling

Reading Level: Ziemlich einfach

“Rikki-Tikki-Tavi” ist eine einfache englischsprachige Kurzgeschichte, die von einer Manguste handelt, die regelmäßig eine Familie in Indien besucht. Die Familie füttert die Manguste und lässt es zu, dass sie ihr Haus erkundet. Aber sie machen sich insgeheim auch Sorgen darum, dass diese ihren Sohn, Teddy, beißen könnte. Eines Tages ist eine Schlange kurz davor den Jungen anzugreifen. Die Manguste verteidigt den Jungen und tötet die Schlange. Am Ende wird die Manguste zu einem lebenslangen Familienmitglied.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Dies ist eine simple Geschichte über Menschen und Tieren, die zusammen leben und Freundschaft schließen. Sie ist alt, aber recht einfach zu verstehen. Sie erinnert uns daran, dass auch Tiere Gefühle wie Liebe empfinden und sie genauso wie Menschen, auch ihre Liebsten beschützen können.

12. Excerpt from “Little Dorrit” von Charles Dickens

Englischniveau: Ziemlich einfach

Dorrit ist Kind, deren Vater von Geburt an im Gefängnis gewesen ist. Nicht fähig, ihre Schulden zu bezahlen, sieht die Familie sich gezwungen, ihr Leben ebenfalls in einer Zelle zu verbringen.

Dorrit denkt über die Außenwelt nach und sehnt sich danach, sie eines Tages zu sehen. Dieser Textauszug zeigt dir die Famile und ihr Leben im Gefängnis. Der Roman handelt darüber, wie die Familie es schafft dem Gefängnis letztendlich zu entkommen und wie Dorrit die Menschen, die ihr geholfen haben, nie vergisst.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Gesetzliche Ungerechtigkeiten sind oft für die ärmeren Menschen reserviert. “Little Dorrit” zeigt uns glasklar, wie die Gesellschaft funktioniert. Die Geschichte handelt von der Regierung, die Menschen einsperrt, die ihre Kredite nicht zurückzahlen können. Eine historische Praxis, die der Autor hasste, da sein eigener Vater auf ähnliche Weise bestraft wurde. Die Geschichte enthüllt, wie die Reichen die Armen betrügen und sie anschließend ins Gefänignis stecken, statt sich ihren Strafen zu stellen.

13. “To Build a Fire” von Jack London

Englischniveau: Ziemlich einfach

Ein Mann reist in eine eiskalte, abgelegene Gegend namens Yukon. Nur sein Hund begleitet ihn. Im Verlauf seiner Reise ignoriert er die Ratschläge, die er von anderen Menschen erhalten hat und nimmt sein Leben auf die leichte Schulter. Am Ende wird ihm jedoch bewusst, wie groß die Kraft der Natur in Wirklichkeit und wie zerbrechlich das menschliche Leben tatsächlich ist.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Der klassische Kampf zwischen Leben und Tod hat uns Menschen schon immer fasziniert. Die Natur wird oft als gewaltige Kraft gesehen, die gefürchtet und respektiert werden sollte. Der Mann in dieser Geschichte ist leichtsinnig. Er begeht dumme Fehler, obwohl er hilfreiche Tipps erhalten hat. Er unterschätzt die gewaltige Kraft der Natur.

Der Hund ist in dieser Kurzgeschichte der einzige, der achtsam und vernünftig in gefährlichen Situation ist. Am Ende fragen sich die Leser, wer von den beiden der wirklich Kluge ist — der Mann, der mit der Natur nicht umgehen konnte oder der Hund, der ihr trotzen konnte?

14. “Evil Robot Monkey” von Mary Robinette Kowal

Englischniveau: Mittlere Stufe

Sly ist ein Schimpanse, der viel klüger als seine Artgenossen ist. Er spielt den ganzen Tag lang gerne mit Ton auf einem Töpferrad und bleibt gerne für sich allein. Als die Schulkinder ihn aber eines Tages herumschikanieren, gerät er außer sich und handelt vor lauter Wut plötzlich kopflos. Als sein Lehrer dies mitbekommt, wird er bestraft indem sein Ton beschlagnahmt wird.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Sly ist ein Charakter, der nicht so recht in die Gesellschaft passen will. Er ist im Vergleich zu anderen Schimpanensen zu klug, wird zugleich aber auch von den Menschen nicht akzeptiert. Er wird dafür bestraft,  dass er seine Gefühle auslebt. Wie er am Ende mit seiner Wut umgeht, lässt ihn allerdings viel reifer als die meisten Menschen erscheinen. Diese Geschichte, die für den Hugo Award nominiert wurde, hat vielen Lesern erlaubt, Slys Situation nachzuempfinden, da sie viele Ähnlichkeiten zwischen seinem und ihrem Leben sehen konnten.

15. “The Zero Meter Driving Team” von Jim Shepherd

Englischniveau: Mittelstufe

Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl war eine der tödlichsten Unfälle des zwangzigsten Jahrhunderts. Dies ist eine kurze Geschichte über dieses Ereignis, erzählt aus der Perspektive eines Vaters und seinen Söhnen. Dessen Familie leider genug Pech hatte, nah genug am Katastrophengebiet zu sein, um detailiert davon berichten zu können.

Die Geschichte enthüllt das korrupte Justizystem, welches zu der massiven Explosion geführt hat, die viele unschuldige Leben genommen und mehrere Generationen vergiftet hat.

Das englische Fachvokabular und die Fremdwörter machen den Text an sich ein wenig schwieriger. Allerdings ist es trotzdem relativ einfach, der Geschichte zu folgen.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Es ist kein Geheimnis, dass der Statt seine eigenen Leute anlügt. Allerdings können diese Lügen manchmal Leben kosten und viel zu oft nehmen wir dies als normal hin. Diese Geschichte öffnet uns die Augen und zeigt uns den Preis, den wir für unsere Gleichgültigkeit bezahlen.

Die Geschichte ist auf kleinere Teile aufgeteilt. Dies führt dazu, dass sie einfacher zu lesen ist und sogar spannender wirkt. Die vielen Ereignisse drehen sich um das Lebenin der damaligen Sowjetunion. Und genau wie jede andere gute Geschichte, handelt auch diese Kurzgeschichte von menschlichen Beziehungen und wie diese sich aufgrund von historischen Ereignissen ändern.

16. “The Monkey’s Paw” von W.W. Jacobs

Englischniveau: Mittelstufe

Ein Mann bringt eine magische Affenpfote aus Indien mit, die Menschen drei Wünsche erfüllt. Als die White Familie ihm diese abkauft, bemerken sie eines Tages jedoch, dass auch bei Wünschen Vorsicht geboten sein sollte.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Manchmal wünschen wir uns Dinge, ohne dass wir an die Konsequenzen denken. In dieser Geschichte bereuen die Charaktere es sofort, als ihre Wünsche wahr werden, da entweder jemand stirbt oder etwas schlimmeres passiert. Die Charaktere realisieren, dass sie nie darüber nachgedacht haben, wie ihre Wünsche andere Menschen und ihr Leben zerstören könnten.

17. “The Story of an Hour” von Kate Chopin

Englischniveau: Mittelstufe

Frau Mallard hat gesundheitliche Probleme mit dem Herzen, die sie umbringen könnten. Als ihr Mann stirbt, versuchen die Menschen, die ihr diese Nachricht überbringen sollen, diese so sanft wie möglich zu überbringen. Als sie dann letztendlich informiert ist, bricht sie jedoch in Tränen aus. Am Ende begibt sie sich in ihr Zimmer und schließt sich dort ein.

Während sie sich Gedanken über die Zukunft macht, wird sie von purer Begeisterung egriffen, wenn sie daran denkt, welche Art von Freiheit sie nach dem Tode ihres Mannes erlangen könnte. Nach einer Stunde klingelt es allerdings an der Tür und es blickt ihr ihr Mann, lebendig und wohlauf, entgegen. Als sie ihn sieht, erleidet sie einen Herzinfarkt und stirbt.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Ehen können für Frauen manchmal wie Gefängnisse sein. Zumindest scheint die Ehe in dieser Geschichte eine schwere Last zu sein. Trotz ihrer Trauer ist Frau Mallard aber dazu in der Lage, sich selbst mit der Hoffnung auf Freiheit von ihrem Mann, gesund zu halten.

Als sie plötzlich jedoch begreift, dass sie zu ihrem alten Leben zurückkehren muss, ist ihr Körper nicht dazu fähig, diese Aussicht zu akzeptieren. Diese Geschichte erforscht die widersprüchlichen Schwankungen menschlicher Gefühle von Trauer und Hoffnung in einer kurzen Zeitspanne und die Auswirkung, die diese auf den Geist und den Körper einer Person haben können.

18. “A Tiny Feast” von Chris Adrian

Englischniveau: Mittelstufe

Die wesentlichen Charaktere dieser Geschichte stammen aus Shakespeares berühmten Theaterstück “A Midsummer Night’s Dream” (Ein Sommernachtstraum).  Allerdings sind der Plot und das Konzept dieser Geschichte ganz anders. Titania und Oberon sind die Herrscher der Feen, die mit Schwierigkeiten in ihrer Ehe zu kämpfen haben. Eines Tages finden diese aber ein Menschenkind und beschließen, es zu adoptieren. Sie hoffen, dass dieses Kind ihnen dabei hilft, ihre Beziehung zu retten.

Allerdings entwickelt das Kind eine tödliche Krankheit und die Feen wissen nicht, was sie tun können, da sie von Krankheiten und Tod bisher nichts gewusst haben. Dies ist eine tragische Kurzgeschichte darüber wie sie versuchen etwas zu verstehen, was sie nie jemals zuvor gesehen haben und über ihre innige Liebe zu einem Fremden, der ihnen so unähnlich ist, wie er nur sein kann.

Was an dieser Kurzgeschichte gut ist: Die Geschichte erforscht menschliche Beziehungen durch imaginäre Kreaturen. Sie erforscht sowohl die Trauer der Elternschaft als auch die Ungewissheit darüber, ob ein Kind seine Eltern jemals kennen wird. Darüber hinaus fängt die Geschichte die Schönheit des Ungewissen und die Hilflosigkeit, die jeder Mensch ihr gegenüber begegnet, auf eine wunderschöne Art ein.

 

Ich hoffe du hast Spaß mit diesen einfachen Kurzgeschichten und verbesserserst mit ihnen dein Englisch.

Viel Spaß beim Lesen!

Und eine Sache noch…

Englisch mit einfachen Kurzgeschichten lernen ist großartig.

Es gibt aber einen Aspekt davon, der sehr schwierig ist.

Manchmal ist es schwierig, jedes einzelne Wort auf einer Seite zu verstehen.

Und manchmal nimmt es viel Zeit in Anspruch, diese Wörter nachzuschlagen und sie aufzuschreiben.

Aber es gibt einen besseren Weg, schneller Englisch zu lernen: FluentU.

FluentU wandelt Videos wie Musikvideos, Werbespots, Nachrichten und inspirierende Reden in personalisierte Englischlektionen und macht das Englischlernen zu einem wahren Erlebnis. Du lernst authentisches Englisch, so wie es echte Muttersprachler sprechen.

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Wenn du zum Beispiel das Wort “brought” anklickst, siehst du folgendes:

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Das Beste ist, dass FluentU sich die Vokabeln, die du gelernt hast, merkt. FluentU verwendet diese Wörter, um dir weitere Beispiele und Videos zu empfehlen. Dein Englischunterricht ist somit komplett auf dich und deine Bedürfnisse zugeschnitten.

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Dhritiman Ray schreibt Belletristik, Gedichte und Non-Fiction. Er spezialisiert sich auf Themen wie Bildung, Psychologie und Lifestyle. Um mehr zu erfahren klicke hier.

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